Craniomandibuläre Dysfunktion
Kiefergelenksdiagnostik und -therapie (CMD)
Kiefergelenksbeschwerden oder auch craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) genannt, gehen meist mit einem diffusen Beschwerdebild einher. Die Ursachen von CMD sind vielfältig und können von Stress, über Fehlstellungen der Zähne und des Kiefers sowie muskuläre Verspannungen bis hin zu unfallbedingten Verletzungen reichen.
In der Behandlung der CMD spielt die Stresstherapie eine wichtige Rolle, da Stress als ein Auslöser für die Symptome sein kann. Chronischer Stress kann dazu führen, dass die Muskulatur im Kopf-Hals-Bereich, einschließlich der Kiefermuskulatur, angespannt bleibt, was zu Überbelastung und Schmerzen führen kann. Häufige Symptome sind Zähneknirschen, Zähnepressen, Knacken oder Reibegeräusche im Kiefergelenk, Kopf-, Nacken bis hin zu Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Tinnitus oder Schwindelgefühle.
Wir nehmen uns viel Zeit für eine ausführliche Diagnostik, um die richtige Therapie für Sie auszuwählen. Wir arbeiten meistens interdisziplinär mit Physiotherapeuten, Orthopäden, Hals-Nasen-Ohrenärzten und Schlafmedizinern zusammen.
Für wen ist das geeignet?
- Menschen mit Zähneknirschen oder Zähnepressen, oft nachts
- Knack- oder Reibegeräusche im Kiefergelenk
- Wiederkehrende Kopf-, Nacken- oder Rückenschmerzen ohne klare Ursache
- Tinnitus, Schwindel oder Schlafstörungen in Verbindung mit Kieferbeschwerden
So läuft die Behandlung bei uns ab
- 1
Ausführliches Gespräch
Wir erfassen Beschwerden, Vorgeschichte und Belastungssituation. CMD lässt sich nicht in fünf Minuten beurteilen.
- 2
Funktionsanalyse
Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Bisslage werden systematisch untersucht.
- 3
Therapieplan
Je nach Befund kommen Schienentherapie, Übungen und begleitende Maßnahmen infrage – oft in Abstimmung mit weiteren Fachrichtungen.
- 4
Verlaufskontrolle
Wir prüfen regelmäßig, ob die Therapie wirkt, und passen sie an.
Häufige Fragen zu diesem Thema
Was bedeutet CMD?
CMD steht für craniomandibuläre Dysfunktion – eine Funktionsstörung im Zusammenspiel von Kiefergelenk, Kaumuskulatur und Zahnkontakten. Das Beschwerdebild ist häufig diffus und betrifft nicht nur den Kiefer.
Kann Stress wirklich Kieferbeschwerden auslösen?
Ja. Chronischer Stress hält die Muskulatur im Kopf-Hals-Bereich angespannt. Diese Dauerbelastung kann zu Schmerzen und Überlastung des Kiefergelenks führen. Deshalb ist die Stresstherapie ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.
Bekomme ich sofort eine Schiene?
Nicht automatisch. Zuerst steht die Diagnostik. Erst wenn klar ist, was die Beschwerden verursacht, wählen wir die passende Therapie aus.
Arbeiten Sie mit anderen Behandlern zusammen?
In den meisten Fällen ja. Wir kooperieren regelmäßig mit Physiotherapeuten, Orthopäden, Hals-Nasen-Ohrenärzten und Schlafmedizinern.
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